Menschen erinnern

Menschen erinnern Der Abstieg in den Schutzraum unter der Erdoberfläche ist bedrückend. Er erinnert an die Zeit des Kalten Krieges und die Angst vor einem Dritten Weltkrieg. 18 Atomschutzbunker gibt es noch in der Stadt, aber ihre Tage sind gezählt. Der Förderverein Nürnberger Felsengänge will zumindest den Keller unter dem Hauptbahnhof als Ort der Erinnerung retten, der in den 1970er Jahren gebaut wurde. Dort hätten 2500 Menschen Schutz gefunden. "Es ist die größte Anlage dieser Art in der Stadt", erk
Der Abstieg in den Schutzraum unter der Erdoberfläche ist bedrückend. Er erinnert an die Zeit des Kalten Krieges und die Angst vor einem Dritten Weltkrieg. 18 Atomschutzbunker gibt es noch in der Stadt, aber ihre Tage sind gezählt. Der Förderverein Nürnberger Felsengänge will zumindest den Keller unter dem Hauptbahnhof als Ort der Erinnerung retten, der in den 1970er Jahren gebaut wurde. Dort hätten 2500 Menschen Schutz gefunden. "Es ist die größte Anlage dieser Art in der Stadt", erklärt der Vorsitzende Ralf Arnold . Sie müsse erhalten bleiben, weil sie an Gefahren erinnere, "die einst die Welt bedrohten". Das Problem ist der Brandschutz für das künftige Bunkermuseum. Allein ein Konzept dafür zu erstellen, kostet rund 200 000 Euro. (gük)

Schlitzer strafen

Aufgeschlitzte Sitze, verschmierte Waggons und demolierte Ticket-Automaten: Die VAG klagt über mutwillig verursachte Schäden, die jährlich in die Hunderttausende gehen. Von den Überwachungskameras lassen sich Täter nicht abschrecken. Kürzlich haben Unbekannte mit Messern Sitzbänke in 13 Abteilen der U-Bahn aufgeschlitzt. In der werkseigenen Sattlerei reparieren zwei Mitarbeiter pro Jahr 2200 Stunden lang nur kaputte Sitze. Am schlimmsten sind aber Waggons, die mit Graffiti "verziert" wurden. Handelsübliche Reiniger helfen da nichts mehr, scharfe Essenzen müssen her. 2014 entstand der VAG ein Gesamtschaden von 200 000 Euro. Deren Sprecherin Stefanie Dürrbeck warnt: "Wird jemand erwischt, drohen Haftstrafen bis zu drei Jahren." (gük)

Ruhe stillen

Das Thema Ruhe macht Bürger unruhig. Vor allem, wenn nun die städtische Verordnung für Haus- und Gartenarbeiten fällt. Viele fragen: Kommt der große Lärm? Gerhard Frieser , Chef des Grund- und Hausbesitzervereins, sieht das mit einem "weinenden und lachenden Auge". Einerseits sei das starre Zeitkorsett nicht mehr zeitgemäß. Andererseits sieht er das Konfliktpotenzial, sobald mehr Rücksichtnahme gefordert ist. Wer mit dem Leiter des Umweltamtes, Klaus Köppel , spricht, darf Entwarnung geben: 171 Nachbarstreitigkeiten hatten er und seine Kollegen 2014 zu klären. In Sachen Lärm zumindest halten friedliche Franken still: Nur elf der Auseinandersetzungen fielen unter die städtische Haus- und Gartenarbeitsverordnung. (gük)
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