Menschenwürdige Unterbringung der Asylsuchenden
Humanitäre Pflicht

Barbing/Regensburg. (cf) Aus ihren Worten klang Betroffenheit. "Die Schleuser stellen uns unter 10-Jährige vor die Tür." Die für das Thema Asyl in Bayern zuständige Sozialministerin Emilia Müller ("wir sind attraktives Zielland für Asylsuchende") rechnete vor, dass im ersten Halbjahr 2015 rund 80 000 Asylbewerber nach Bayern kamen und "über 41 000 bei uns verblieben sind". Der Flüchtlingsstrom reiße in absehbarer Zeit nicht ab, derzeit seien es im Freistaat pro Tag 800 bis 1000 Asylbewerber. In Nordafrika warteten eine Million Menschen auf Überfahrt nach Europa. Als sie vor zwei Jahren das Amt der Sozialministerin übernommen habe, "gab es in Bayern 1800 Erstaufnahmeplätze, heute sind es 13 000". Ende 2015 gehe die Bajuwaren-Kaserne in Regensburg als Erstaufnahmestelle in Betrieb.

"Die Asyl-Thematik hat Ausmaße angenommen, wie es niemand erwartet hat." Emilia Müller betrachtet es als "persönliche und humanitäre Verpflichtung", sich mit ganzer Kraft als Sozialministerin für die menschenwürdige Unterbringung der Asylsuchenden zu kümmern. Nichtsdestoweniger müssten jene Asylbewerber aus dem Balkan "zurück in die Heimat, wenn sie nicht politisch oder religiös verfolgt werden".
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