Merkel dämpft die Erwartungen Griechenlands
Kein Durchbruch

Das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland hat die Europartner in Brüssel zu mehr Mut bei der Lösung der Finanzkrise aufgefordert. "Die EU braucht kühne politische Initiativen", sagte Ministerpräsident Alexis Tsipras am Donnerstag zum Auftakt des EU-Gipfels in Brüssel. Zuvor hatte das vor Milliarden-Rückzahlungen stehende Euroland ein akutes großes Liquiditätsproblem eingeräumt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) machte vor einem abendlichen Krisentreffen allerdings deutlich, dass mit ihr keine schnellen Lösungen an den Finanzministern vorbei zu machen seien. EU-Spitzenpolitiker warnten ihren Amtskollegen Tsipras vor zu großen Hoffnungen. "Erwarten Sie keine Lösung, erwarten Sie keinen Durchbruch", betonte Kanzlerin Merkel.

Der harte Sparkurs in Griechenland verschärft die Armut in dem pleitebedrohten EU-Staat. Die nominalen Bruttoeinkommen privater Haushalte seien von 2008 bis 2012 um ein knappes Viertel gesunken, geht aus einer Studie im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. (Seite 8)
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