MH17-Tragödie: Bericht lässt Schuldfrage offen
Abschuss mit Rakete

Tjibbe Joustra, Vorsitzender des niederländischen Sicherheitsrates vor dem rekonstruierten Rumpf der im vergangenen Jahr abgeschossenen Malaysia-Airlines-Maschine. MH17 war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur, als eine Buk-Rakete über der Ukraine das Flugzeug traf. Alle 298 Menschen an Bord starben. Bild: dpa
Knapp 15 Monate nach dem Absturz eines Passagierflugzeugs über der Ostukraine mit 298 Toten steht die Ursache fest, über die Schuldfrage wird weiter gestritten. Klar ist nun, dass die Boeing der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 im Juli 2014 von einer bodengestützten Luftabwehrrakete vom Typ Buk abgeschossen wurde. In seinem am Dienstag präsentierten Abschlussbericht ließ der niederländische Sicherheitsrat offen, von wem und von welchem Ort aus die Rakete abgefeuert worden war. Später sagte der Vorsitzende des Sicherheitsrates, Tjibbe Joustra, im niederländischen Fernsehen, die Buk-Rakete sei von Rebellengebiet aus abgefeuert worden. Schwere Vorwürfe erhob der Sicherheitsrat gegenüber Kiew. In der Region waren zuvor Militärmaschinen abgeschossen worden. "Die Ukraine hätte den Luftraum vorsorglich für die zivile Luftfahrt sperren müssen", betonte Joustra. (Seite 4)
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