Mieterin vor Gericht: Wie oft bellt Toby?

Stammen die Sandhäufchen von Mischlingshund Toby? Sind es seine Pfotenabdrücke im Garten und seine Haare in der Waschküche? Mit solchen kleinteiligen Fragen hat sich das Amtsgericht Hannover am Montag beschäftigt. Ein Urteil soll am 6. November verkündet werden. Im Mittelpunkt des Prozesses steht die Frage, ob Toby in der Wohnung seines Frauchens bleiben darf. Im frisch gereinigten Treppenhaus hätten Sandhaufen gelegen, erklärt der als Zeuge geladene Hausverwalter. Auch im gerade geharkten Vorgarten seien Hundespuren zu sehen gewesen. Einige Mieter hätten sich bei ihm beschwert. Ein Wohnungseigentümer in dem Mehrparteienhaus sagt, er sei gegen die Hundehaltung im Haus. Gestört fühle er sich von Toby aber nicht.

Bei Abschluss des Mietvertrages hatte die neue Mieterin versichert, kein Haustier zu haben. In ihrem Mietvertrag wurde festgehalten, dass sie eine ausdrückliche Genehmigung der Vermieterin braucht, wenn sie Tiere halten will. Das sei aber kein generelles Verbot, gibt Richter Marcus Hettig zu Bedenken. Ob der Beschluss der Eigentümergemeinschaft, Tierhaltung zu verbieten, auch für die Mieterin als Dritte bindend sei, sei rechtlich strittig, sagt der Richter.
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