Milliardenschaden durch Hilfe für Steuerhinterzieher
Großbank am Pranger

Die Schweizer Filiale der britischen Großbank HSBC hat Kunden aus aller Welt bei der Steuerhinterziehung im Milliarden-Maßstab geholfen. Das geht aus vertraulichen Unterlagen der Bank hervor, die mehreren Medien zugespielt und dort ausgewertet wurden.

Strafen und Steuernachzahlungen in Höhe von einer Milliarde Euro seien bereits bei Steuerbehörden in nur zwölf von Dutzenden betroffener Länder eingegangen, berichteten "Süddeutsche Zeitung" (Montag) sowie die Sender NDR und WDR nach der Auswertung Tausender vertraulicher Dokumente. HSBC, die größte Bank Europas, räumte die Vorwürfe de facto ein. "Die Schweizer Privatbank der HSBC hat 2008 eine radikale Transformation begonnen, um seine Dienstleistungen davor zu bewahren, zur Steuervermeidung oder zur Geldwäsche genutzt zu werden", sagte Franco Morra, der Vorstandschef der Schweizer Sparte. 70 Prozent aller Konten seien dichtgemacht wurden, räumte die Bank ein. Konten von US-Bürgern seien 2010 komplett abgeschafft worden. Weiter unklar ist, wer die Steuersünder waren und wie viele davon aus Deutschland kommen. (Kommentar und Seite 8)
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