Missbrauch: Englischer Bischof verurteilt
Aus aller Welt

London.(dpa) Der ehemalige Bischof von Lewes (England) ist wegen des sexuellen Missbrauchs von 18 jungen Priestern zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Der heute 83-Jährige habe sie in den Jahren 1977 bis 1992 dazu gebracht, nackt zu beten, und damit seine Position ausgenutzt, entschied ein Gericht in London am Mittwoch. Die Vorwürfe waren bereits vor mehr als 20 Jahren laut geworden, einer Anklage hatte er sich aber auch wegen eines Fürsprechers aus der königlichen Familie entziehen können. Nun bekannte sich der Geistliche schuldig. Für den "systematischen Vertrauensmissbrauch" des Bischofs gebe es "keinerlei Entschuldigung", teilte die Kirche von England mit. Der Ex-Erzbischof von Canterbury Lord Carey, damals Kirchenoberhaupt, wies Vertuschungsvorwürfe zurück.

Sterbehilfe-Debatte in Spanien

Santiago de Compostela.(KNA) In Spanien haben Ärzte im Fall eines todkranken zwölfjährigen Mädchens passive Sterbehilfe zugelassen und damit eine landesweite Debatte ausgelöst. Die Eltern kündigten an, das Leben ihrer Tochter Andrea werde in Kürze enden. Nach langem Streit hätten die Ärzte des Krankenhauses im Wallfahrtsort Santiago de Compostela eingewilligt, das Leben des Mädchens nicht weiter künstlich zu verlängern. Zuvor hatte ein Gericht die Ärzte aufgefordert, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Seit ihrer Geburt leidet das Mädchen an einer unheilbaren neuro-degenerativen Erkrankung. "Die Kirche ist gegen Sterbehilfe, aber auch gegen therapeutische Grausamkeit", sagte der Sprecher der Bischofskonferenz, Jose Maria Gil Tamayo. Oppositionsführer Pedro Sanchez will die Sterbehilfe gesetzlich neu regeln.
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