Mit der altersgerechten Planung kann man gar nicht früh genug beginnen
Mehr Komfort für alle Generationen

Das Thema des altersgerechten Bauens und Wohnens taucht regelmäßig in den Medien auf. Doch was genau bedeutet es eigentlich? Ist ein zweiter Handlauf im Treppenhaus bereits altersgerecht, oder muss es der Treppenlift sein? Eine befriedigende Antwort lässt sich nicht pauschal geben.

Die gute Nachricht: Vieles, was das Wohnen im Alter angenehmer, komfortabler und sicherer macht, verbessert die Lebensqualität für alle Generationen. Dazu gehören zum Beispiel barrierefreie Übergänge nach draußen, bodenebene Duschen oder Bäder mit großer Bewegungsfläche.

Im Idealfall beginnt eine altersgerechte Planung vor Beginn eines Neubaus oder einer Grundsanierung. Raumgrößen, die Bewegungsfreiheit bieten, ausreichend breite Flure, sichere Treppen, eventuell sogar ein Aufzug lassen sich dann frühzeitig vorsehen, genau wie ein barrierefreies und schwellenloses Bad. So sind spätere Anpassungen an veränderte Lebenssituationen im Alter leichter vorzunehmen.

"Spätestens wenn erste Beeinträchtigungen eintreten oder sich ankündigen, sollte eine ehrliche Bedarfsanalyse vorgenommen werden", empfiehlt Renate Schmidt, Architektin und Bauherrenberaterin beim Bauherren-Schutzbund e.V. (BSB).

Bei der Bedarfsanalyse sollte man neben der eigenen Einschätzung auch die Sicht von Familienangehörigen oder des Hausarztes mit berücksichtigen. Sie bildet die Grundlage für die Planung von Umbaumaßnahmen unter dem Aspekt der individuellen Situation des Betroffenen. (djd/pt)
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