Mit Krücken-Trick aus dem Gericht
Aus der Region

Regensburg/Amberg. (wbr) Als Meister der Täuschung erwies sich Mittwoch ein Häftling, als er während eines Gerichtstermins in Regensburg den Vorführbeamten entkam. Der 40-Jährige, der zuvor in der JVA Amberg einsaß, warf plötzlich die Krücke weg, die er eigentlich wegen einer vorausgegangenen medizinischen Behandlung benötigte und flitzte davon. Laut Zeugenaussagen floh er in Richtung Hauptbahnhof. Der Gefangene war von Amberg nach Regensburg gebracht worden, um vor dem Landgericht dort als Zeuge auszusagen.

Verwundert gab sich ein Polizeisprecher über die Tatsache der Flucht, mit der der 40-Jährige die Beamten um sich herum verblüffte. Nicht nur wegen der plötzlichen Lazarusqualitäten, sondern, weil der Flüchtige nächstes Jahr ohnehin wegen Verbüßung seiner ohnehin nicht sehr langen Haftstrafe entlassen worden wäre. Der Mann saß wegen Eigentumsdelikten und war mehrfach zuvor einschlägig polizeiauffällig geworden. Die Polizei fahndet nun nach dem aus dem Raum Straubing stammenden Mann. Der Flüchtige ist 1,82 Meter groß, und trug ein rot-weiß-blaues Hemd und blaue Jeans. Besondere Gefährlichkeit wird ihm nicht attestiert.

Geringe Geldstrafe nach Todesfahrt

Regensburg. (nt/az) Im Februar 2013 kam es auf der A3 bei Beratzhausen (Kreis Regensburg) zu einem schweren Unfall mit einem Toten. Nun ist ein Busfahrer vom Regensburger Amtsgericht wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 750 Euro verurteilt worden. Laut Bayerischem Rundfunk begründete das Gericht die geringe Geldstrafe vor allem damit, dass der 48-Jährige lediglich rund 200 Euro im Monat verdiene. Außerdem spreche für den Busfahrer sein Geständnis, seine Reue, seine Schuldeinsicht und dass er nicht vorbestraft sei.
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