Mit Millionen gegen Blamage
Angemerkt

Von Jahn Regensburg lernen, heißt sparen lernen. Das konnten Beobachter des Fußball-Drittligisten zumindest die letzten Jahre annehmen. In welcher Klasse auch immer der Traditionsverein mit dem angeknacksten Image antrat, immer hieß es "mit dem niedrigsten Spieleretat der Liga". Und dafür hat das der Verein gar nicht mal so schlecht gemacht: Innerhalb weniger Jahre gelang dem Oberpfälzer Traditionsclub die Entschuldung und sogar ein Interludium in der Zweiten Liga.

Doch dann kam der Professor ohne Berufserfahrung, feuerte den beliebten Trainer, drängte vier Stammspieler aus dem Verein und bastelte sich seine eigene Mannschaft zusammen. Nomen est omen: Mit Christian Keller steht der SSV Jahn ein Jahr vor dem Bezug des neuen Stadions im Tabellenkeller. Um die völlige Blamage - der Jahn tritt in der 50-Millionen-Euro-Arena vor 900 Zuschauern gegen Schalding-Heining in der Regionalliga an - abzuwenden, ist plötzlich sehr viel Geld da: Eine Kapitalerhöhung von vier Millionen Euro ist geplant - fast das Dreifache des bisherigen Spieleretats. Geld, das nach der Freigabe dem Sportmanager zur Verfügung steht, der zusammen mit dem amtierenden Präsidenten den Verein bereits einmal fast in die Insolvenz geführt hätte.

juergen.herda@derneuetag.de
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