Mit Risiken und Nebenwirkungen

Manoel und Mario Schmidt wollen in der Falznerstraße in Kümmersbruck zwei Einfamilienhäuser errichten. Der Bauausschuss hat damit kein Problem - allerdings wies Gemeinderat Herbert Breitkopf (SPD) vorsorglich auf die Nachbarschaft des TSV-Sportplatzes hin.

"In Theuern haben wir den Fall schon gehabt", berichtete er - doch die Neubaupläne für drei Parzellen seien damals nicht umgesetzt worden, weil der TSV sonst womöglich für Lärmschutz hätte sorgen müssen. Das, betonte Breitkopf, "wäre das finanzielle Ende des Sportvereins". Wobei dessen Nachbarareal schon "schöne Flächen" für Bauherren biete, signalisierte er Verständnis für das Interesse.

Der Sportverein, der immerhin "schon seit 1964" dort logiere dürfe dadurch allerdings "keinen Nachteil erleiden": Die Bauherrn müssten sich dessen bewusst sein, dass ein benachbarter Sportplatz Lärm bedeute. "Das haben wir so auf dem Schirm", informierte Bürgermeister Roland Strehl über Vorgespräche mit den Bauherrn, die dies als Zuhörer in der Sitzung mit Nicken bestätigten. Das letzte Wort in Sachen Emissions- beziehungsweise Lärmschutz habe ohnehin nicht die Gemeinde, sondern das Landratsamt.

Das ist auch bei einem weiteren Projekt so, dem von Martina Liebrecht geplanten Neubau eines Einfamilienhauses an der Nabburger Straße in Moos. In diesem Fall wurde die ebenfalls anwesende Bauherrin auf den nahe gelegenen Schweinezuchtbetrieb hingewiesen. Dieser habe Bestandsschutz. Neu hinzukommende Nachbarn müsste also mit möglichen "Belästigungen" leben, sofern das Landratsamt als zuständige Fachstelle das Bauvorhaben genehmigt.

Keine Anmerkungen gab es zum Freistellungsverfahren für Reinhard Gräml, der in der Wilhelm-Högner-Straße 14 im Kümmersbrucker Baugebiet "Grasiger Weg 3 + 4" einen Balkon überdachen will: Der Ausschuss nahm das zur Kenntnis. (eik)
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