Mit Sonne um die Welt

Die Solar Impulse 2 über der Scheich-Zayid-Moschee in Abu Dhabi. Das Sonnenflugzeug hat eine Flügelspannweite von 72 Metern, wiegt aber nur etwas mehr als zwei Tonnen. Bild:dpa

Um die Welt fliegen ohne einen Tropfen Kerosin: Das Sonnenkraft-Flugzeug "Solar Impulse 2" soll am frühen Montagmorgen die erste Etappe seiner Erdumrundung absolvieren und dabei von Abu Dhabi nach Maskat fliegen.

"Wir sind jetzt wirklich tief bewegt", sagte der Schweizer Flugpionier und Umweltaktivist Bertrand Piccard (57) am Sonntag in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) bei der letzten Pressekonferenz vor dem mit Spannung erwarteten Beginn der Mission.

Der Start vom Al Bateen Executive Airport war wegen widriger Witterungsbedingungen mehrfach verschoben worden. Nun seien aber alle Voraussetzungen erfüllt, erklärten Piccard und sein langjähriger Freund und Projektpartner André Borschberg (62).

Der Ex-Pilot der Schweizer Luftwaffe wird bei der ersten Etappe im Ein-Personen-Cockpit der "Solar Impulse 2" (Si2) sitzen und die Maschine in geschätzten zwölf Stunden nach Maskat im Sultanat Oman fliegen. Piccard bleibt das Finale vorbehalten - die letzte Etappe der Weltumrundung, für die insgesamt 25 Flugtage innerhalb von fünf Monaten vorgesehen sind. Zwischendurch wechseln sich die Piloten ab.

Im Sommer zurück

Von Maskat führt die Si2-Route nach Indien und China bis in die USA. In New York geht es dann nach Südeuropa oder alternativ nach Nordafrika. Ende Juli/Anfang August soll die "Solar Impulse 2" wieder am Persischen Golf ankommen. Ihr wichtigstes Ziel sei es, weltweit die Unterstützung für umweltschonende Energien zu verstärken, erklärten Piccard und Borschberg. Sie wollten zeigen, wie saubere Technologien die Welt verändern können. "2015 kann zu dem Jahr werden, in dem wir aufhören, unseren Planeten zu zerstören", heißt es auf der am Sonntag zur Begleitung des Si2-Projekts gestarteten Internet-Plattform "Future is clean" (die Zukunft ist sauber). Ihre Erfahrungen mit der Technologie des Sonnenfliegers wollen Piccard und Borschberg im Dezember bei der Weltklima-Konferenz in Paris vorstellen.
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