Mobiler Sichtschutz gegen Unfall-Gaffer vorgestellt
Nix zu sehen

Nordrhein-Westfalen setzt als erstes Bundesland nach Unfällen auf Autobahnen mobile Sichtschutzwände gegen Schaulustige ein. Der Verkehrsminister des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, Michael Groschek (SPD), stellte die Wände am Freitag in Kaarst vor: Gaffer seien ein "Problem, das erschreckende Ausmaße angenommen hat", sagte er. "Wir geben mit diesen Sichtschutzwänden den Opfern ein Stück Würde zurück." Durch weniger Staus werde sich die Anschaffung auch volkswirtschaftlich rechnen. Rettungskräfte klagen oft über Probleme mit Gaffern, die Staus verursachen und Unfallopfer filmen.

Rund 150 solcher Gaffer sorgten auch am Freitag für Ärger: Nach einem schweren Verkehrsunfall in Kiel hatten sie Fotos und Videos gemacht und damit Polizei und Sanitäter gestört. Während der Bergung benutzten Schaulustige im Stadtteil Gaarden ihre Smartphones für Aufnahmen, wie die Polizei mitteilte. Der schnelle Abtransport der Verletzten ins Krankenhaus sei behindert worden. An einer Kreuzung waren zwei Autos zusammengestoßen. Ein 17-Jähriger wurde schwer verletzt, sein 21 Jahre alter Begleiter und die beiden Menschen im anderen Wagen - 29 und 32 Jahre alt - wurden leicht verletzt.
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