Möglicherweise Hunderte Flüchtlinge ertrunken
Tragödie im Meer

Migranten an der italienischen Küste - sie haben die gefährliche Überfahrt geschafft. Bild: dpa
Bei einer erneuten Flüchtlingskatastrophe sind vermutlich Hunderte Menschen im Mittelmeer ertrunken. Das berichtet die Hilfsorganisation Save the Children unter Berufung auf Überlebende. Sie waren am Montag von der italienischen Küstenwache nach dem Kentern eines Bootes vor Libyen in Sicherheit gebracht wurden. Im Oktober 2013 waren mehr als 360 Menschen vor der italienischen Insel Lampedusa umgekommen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sprach beim G7-Außenministertreffen am Mittwoch in Lübeck von der "Fortsetzung einer Tragödie, an die wir uns nicht gewöhnen dürfen". Fast 10 000 Menschen wurden nach Angaben der italienischen Küstenwache binnen weniger Tage auf See gerettet. Die UN riefen Europa auf, mehr zur Rettung der Flüchtlinge zu tun. Es sei bedauerlich, dass die italienische Operation "Mare Nostrum" zur Rettung schiffbrüchiger Flüchtlinge ohne hinreichenden Ersatz ausgelaufen sei, sagte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, António Guterres.
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