Mollath ruft den BGH an

Das schriftliche Urteil im Mollath-Prozess liegt vor. Die 6. Strafkammer des Regensburger Landgerichts beschreibt ihre Entscheidungsgründe im Wiederaufnahmeverfahren gegen Gustl Mollath. Der 58-Jährige war vor wenigen Monaten aus rechtlichen Gründen zwar freigesprochen worden, er musste auch nicht mehr in die Forensik zurück, wo er mehr als sieben Jahre zugebracht hatte. Allerdings lasteten ihm die Richter an, dass er seine heute von ihm geschiedene Ehefrau massiv geschlagen und gewürgt habe. Sie hielten Mollath auch für den Täter, als in Nürnberg Autoreifen zerstochen worden waren.

Nun kann Mollaths neuer Rechtsanwalt Adam Ahmed (München) eine Revisionsschrift an den Bundesgerichtshof (BGH) verfassen. Sein Mandant sieht in der Entscheidung einen Freispuch "zweiter Klasse". Die angefallenen Akten gehen parallel dazu über die Staatsanwaltschaft Regensburg an den Generalbundesanwalt. Er soll sie prüfen und einen Antrag zum BGH stellen. (Seite 3)
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