Mondfinsternis in der Nacht auf Montag - Wetter unklar
Blutmond scheint über Mitteleuropa

Foto aus HUP-Import
Wer in der Nacht zum kommenden Montag ganz früh aufsteht, kann eine totale Mondfinsternis bestaunen. Dabei wird der Erdtrabant aber nicht ganz finster. Er zeigt sich als Super-Mond, da er in der Nacht zum 28. September unserem Planeten besonders nahe ist und entsprechend groß wirkt. Und zudem noch als "Blutmond": Der rote Schimmer rührt von langwelligem Licht, das von der Erdatmosphäre in den Schattenkegel gestreut wird.

Wer den Höhepunkt des mehrere Stunden dauernden Schattenspiels nur kurz bestaunen will, "sollte am besten den Wecker auf halb fünf stellen", sagte Alexander Weis von der Vereinigung der Sternfreunde aus Heppenheim. Von 4.11 Uhr bis 5.24 Uhr befindet sich der Mond vollständig im Kernschatten: Die Finsternis ist total. Die Mitte ist somit um 4.47 Uhr. Die Spannung steigt schon um 3.07 Uhr, wenn der Mond in den Kernschatten der Erde eintritt. Auch das Verlassen des Kernschattens um 6.27 Uhr sei noch gut erkennbar.

Viel Aufwand zum Beobachten des Spektakels ist nicht erforderlich: Einfach Richtung Südwesten gucken, ein Blick aus dem Fenster kann ausreichen. Die Finsternis wäre bei gutem Wetter - es gibt noch keine Vorhersage - in ihrer vollen Länge in vielen Ländern Europas, aber auch etwa in Teilen Afrikas und Amerikas sichtbar. Wer das Ereignis verschläft, muss sich gedulden: Die nächste totale Mondfinsternis wird erst wieder in drei Jahren - am 27. Juli 2018 - in Deutschland zu beobachten sein.
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