Moosbach in Zahlen

Bürgermeister Hermann Ach informierte in der Bürgerversammlung über das abgelaufene Jahr und die aktuelle Situation des Markts. 22 Bauanträge (2013 waren es 36), davon 4 Wohnhausbauten und fünf gewerbliche Vorhaben, wurden behandelt. In der momentanen Einwohnerzahl von 2 457 sind 34 Asylbewerber enthalten.

15 Geburten, 12 Eheschließungen und 31 Sterbefälle wurden im Standesamt registriert. Die seit Ostern 2014 eingeführte Ferienbetreuung der Kinder werde gut angenommen. 100 Kinder besuchen derzeit die Grundschule, aber nur 31 die Mittelschule. Für 2015/16 sind es gar nur 13 Schüler. Moosbach habe zahlreiche Einrichtungen wie Hallenbad, Musikschule, Bücherei, Tourismusbüro, Friedhof mit Leichenhaus, zehn Feuerwehren, 10 kommunale Kapellen, einen Kurpark, das Schloss Burgtreswitz, vier Wasserversorgungen und drei Abwasseranlagen zu unterhalten. Für die sanierungsbedürftige Kirche in Burgtreswitz sei die Gründung eines Fördervereins geplant. Das Haushaltsvolumen sank von 7,23 Millionen Euro (2012) auf 5,03 Millionen Euro im laufenden Jahr.

Als Haupteinnahmequellen bezeichnete Ach die Schlüsselzuweisung mit 990 000 Euro, die Einkommensteuer mit 700 000 Euro, die Gebühren mit 629 000 Euro und die Grund- und Gewerbesteuern mit 406 000 Euro. Die Hauptausgaben liegen bei der Kreisumlage mit 732 000 Euro, den Zinsen mit 140 000 Euro und den Tilgungen mit 176 000 Euro. Dank der Hilfen des Freistaates Bayern und eisernem Sparwillen konnten die Schulden von 6,5 Millionen Euro auf 4,25 Millionen Euro gedrückt werden. Der Bürgermeister freute sich über eine vor kurzer Zeit gewährte neue Stabilisierungshilfe des Staats in Höhe von 700 000 Euro.

"Ohne konsequente Umsetzung des Haushaltskonsolidierungs-Programms wäre diese Hilfe nicht bewilligt worden." Moosbach müsse deshalb den eingeschlagenen Weg weitergehen. Die kommunale Verkehrsüberwachung innerhalb der Ortschaften zeige ihre Wirkung. Die Einnahmen deckten gerade einmal die Ausgaben. Von einer Abzocke, wie manche behaupten, könne deshalb keine Rede sein.

In der Kinderkrippe sind mittlerweile alle 12 Plätze belegt. Ebenso im Kindergarten. Ach dankte den Seniorenbeauftragten Katrin Süß und Harald Köcher für deren Einsatz. Beim Breitbandausbau sei Moosbach dabei und will mit den Fördermitteln von 980 000 Euro die gesamte Gemeinde einbeziehen. Die Wasserversorgung bezeichnete Ach, bis auf Ausnahmen wie Gaisheim, als gut. Für den Tiefbrunnen Moosbach und die Quellen in Gaisheim stehen neue Wasserrechtsverfahren an.

Eine Erfolgsgeschichte nannte das Gemeindeoberhaupt die Moosbacher Versorgungsgesellschaft (MVG), die derzeit über Photovoltaikanlagen von 2,173 Megawatt verfüge. Die MVG mache Überschüsse und konnte dadurch den Betrieb des Hallenbads übernehmen. Der Markt Moosbach spare so jährlich 80 000 Euro. Optimistisch zeigte sich Ach beim Tourismus, der 2014 eine aufsteigende Tendenz von 1,5 Prozent gezeigt habe. (gi)
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