Motorrad prallt auf Pkw-Heck - Unterschenkel abgetrennt
Sohn lebensgefährlich verletzt

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Wernberg-Köblitz. (cv) Der junge Mann ist lebensgefährlich verletzt, doch er lebt: Bei einem schweren Unfall auf der A 6 hatte am Freitag ein 23-jähriger Italiener das Glück, von einem amerikanischen Arzt und einer Krankenschwester aus Pleystein erstversorgt zu werden. Sie waren zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Auf der A 6 hatte sich in Höhe des Parkplatzes Wittschauer – direkt an der Landkreisgrenze – ein schwerer Unfall ereignet.

Ein 65-Jähriger war mit seinem Klein-Lastwagen in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs, als sich vermutlich aufgrund eines technischen Defekts links hinten die Zwillingsbereifung löste. Der tschechische Fahrer geriet ins Schleudern. Auf der Überholspur fuhr ein Skoda, in dem ein älteres tschechisches Ehepaar saß. Der 67-Jährige Pkw-Lenker bremste ab, versuchte auf der linken Spur zu bleiben.

Ein nachfolgender 57-jähriger Motorradfahrer sah seine einzige Chance darin, zwischen Klein-Lkw und Auto durchzufahren. Er prallte dabei mit voller Wucht auf das rechte Heck des Skodas. Dramatisch endete der Unfall für den italienischen Motorradfahrer und seinen 23-jährigen Sohn auf dem Sozius. Der junge Mann schleuderte durch die Luft, der Vater an die Böschung.

Rettungsdienst und Hubschrauber wurden an die Unfallstelle gerufen. Laut Verkehrspolizeiinspektion Amberg hatten es die Rettungskräfte nicht leicht, an die Unfallstelle zu gelangen, weil es Probleme mit der Bildung der Rettungsgasse gab.

Die schwerst- beziehungsweise lebensbedrohlich Verletzten hatten noch Glück im Unglück: Auf dem Standstreifen wartete ein amerikanischer Arzt, dessen Auto eine Panne hatte, auf den Abschleppdienst. Der Mediziner kümmerte sich um den 23-Jährigen, dem bei dem Unfall der linke Unterschenkel abgetrennt worden war. Eine Krankenschwester aus Pleystein, die unmittelbar nach dem tragischen Geschehen die Unfallstelle passierte, leistete dem 57-jährigen Vater Erste Hilfe. Der junge Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Amberg geflogen, seinen Vater brachte der Rettungsdienst ins Klinikum Weiden.

An der Unfallstelle bildete sich ein etwa vier Kilometer langer Stau. Die tropische Hitze machte den Wartenden schwer zu schaffen. Die Verkehrspolizei Weiden unterstützte die VPI Amberg, ließ die Fahrzeuge wenden und lotste sie entgegen der Fahrtrichtung aus dem Stau.

Zur genauen Klärung des Unfallherganges wurde ein Sachverständiger an die Unfallstelle geholt. Die Verkehrspolizeiinspektion Amberg gibt den Sachschaden an Motorrad, Skoda und Klein-Lkw mit knapp 50 000 Euro an. Der Autobahnabschnitt musste für längere Zeit gesperrt, der Verkehr umgeleitet werden.
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