Motorradfahrer stirbt bei Rallye Dakar: 39-jähriger Pole Michal Hernik tot aufgefunden
Drama bei legendärem Rennen

Vor dem Start der Rallye Dakar war der Pole Michal Hernik bester Dinge. Jetzt ist er tot. Bild: dpa
Die Rallye Dakar beklagt nach nur drei Etappen ihr erstes Todesopfer. Der polnische Motorradfahrer Michal Hernik wurde am Dienstag in Argentinien auf der Etappe von San Juan nach Chilecito bei Kilometer 206 leblos gefunden, wie die Veranstalter am späten Abend mitteilten. Er lag demnach rund 300 Meter von der Strecke entfernt. Die Ursache seines Todes sei noch unklar. Es gebe keine äußeren Anzeichen eines Unfalls, hieß es. Der 39-Jährige hatte erstmals an der Traditionsrallye teilgenommen.

Ein Sprecher des Veranstalters teilte mit, Hernik habe keinen Helm getragen, als eine Suchmannschaft seine Leiche auf der steilen und kurvenreichen Strecke fand. Das Motorrad habe auf dem Boden gelegen. Hernik habe kein Notsignal abgegeben.

Die Suche nach dem Polen wurde gestartet, als kein Signal seines Positionssenders mehr registriert wurde. Eineinhalb Stunden später wurde er gefunden. Die Todesursache wird von einem Richter in der Provinzhauptstadt La Rioja untersucht.

Im Gegensatz zu den Spitzenpiloten - ob im Auto, Lkw, Quad oder auf dem Motorrad - war Hernik ein Anfänger, was die legendärste Rallye der Welt angeht. Zwei Jahre hatte er alles getan, um sich seinen Traum von der Dakar zu erfüllen. "Aber wir wissen nicht, was uns während dieser Rallye erwartet", hatte er vor dem Start in das äußerst anspruchsvolle Offroad-Abenteuer zugegeben. Mit der Startnummer 82 auf seiner KTM nahm er die Dakar 2015 in Angriff. Erfahrungen hatte er vorher bei Rallyes in Marokko und Abu Dhabi gesammelt.

Bislang kostete die Dakar in ihrer Geschichte mehr als 60 Menschen das Leben, Teilnehmern, Zuschauer und Journalisten. Hernik ist das fünfte Opfer der bislang sieben Dakar-Rallyes in Südamerika.
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