München.
Urteil gegen SV Schönhaid bleibt bestehen

Samuel Gebru Fantaye, 23, vor dem Fußballplatz des FC Tirschenreuth. Der junge Äthiopier sucht eine Lehrstelle als Werzeugmacher. Bild: Herda
(af) Der SV Schönhaid (Kreis Tirschenreuth) erhält keine weitere Chance, um sich gegen Rassismus-Vorwürfe zu wehren. Das Verbandssportgericht des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) hat einen Antrag des Fußball-Kreisklassisten auf Wiederaufnahme des Verfahrens zurückgewiesen. "Das Verbandssportgericht ist unser oberstes Rechtsprechungsorgan. Damit ist der Rechtsweg erschöpft", teilte BFV-Pressesprecher Thomas Müther am Mittwoch mit.

Das Kreissportgericht Hof/Marktredwitz hatte im November 2014 ein viel beachtetes Urteil gefällt. Auf ausländerfeindliche Entgleisungen gegen einen jungen Äthiopier in einem Punktspiel gegen den FC Tirschenreuth II hatte das Gremium mit drastischen Strafen reagiert. So wurden zwei SV-Spieler wegen rassistischer Beleidigungen zu langen Sperren verdonnert. Gegen den Verein sowie einen Linienrichter sprach man hohe Geldstrafen aus.

Das Verbandssportgericht begründete seine Ablehnung vor allem damit, dass der SV Schönhaid keine neuen Beweismittel vorlegen konnte.
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