Mund nicht zu voll genommen

Ganz so einfach nahm die Feuerwehr Tröbes die Patenbitte der Kollegen aus Rückersrieth zu deren 125-Jahr-Feier nicht an. Vorher ließen sie die Nachbarwehr niederknien, Chili-Suppe löffeln und Salzstangen essen.

Eine Delegation der Jubelfeuerwehr Rückersrieth besuchte die Feuerwehr Tröbes, um die Übernahme der Patenschaft zu erbitten. Dabei waren unter anderem die Vorsitzenden Michael und Josef Scheuerer sowie die Kommandanten Mario Hammerl und Josef Balk, der Festleiter Johann Scheuerer.

Masskrug auffüllen

"Wir hom a grouße Bitt' an eich. Für unser Fest brauch ma nu an Pat'n. Scha vor 25 Jahr habt's bei unserem 100-jährigen Gründungsfest an Pat'n g'macht", flehten sie auf einem scharfen Holzscheit kniend. Aber so leicht machten es ihnen die Feuerwehrleute aus Tröbes nicht, obwohl die Rückersriether ihnen bei ihrem Fest 2014 als Paten zur Seite gestanden waren.

Die Vorsitzenden mussten mit dem Kochlöffel scharfe Chili-Suppen auslöffeln. Außerdem mussten die beiden Kommandanten einen in drei Meter Höhe befindlichen Masskrug mit der Handdruckspritze auffüllen. Ein weiterer Wettbewerb, 20 Salzstangen in zwei Minuten zu essen, ging in die Hose, obwohl Festleiter Johann Scheuerer und Bürgermeister Hermann Ach halfen.

Nachdem die Rückersriether die Prüfungen einigermaßen überstanden hatten und sie auf ihre Gastgeschenke, ein Fass Bier sowie ausreichend Essen, hinwiesen, erklärten sich die Tröbeser Feuerwehrchefs Karl Frischholz und Franz Feneis sowie Kommandant Josef Neuber bereit, die Patenschaft zu übernehmen. "Den Paten für enka Fest machen wir gern und wie ma dann wieder hamkumma, des wird scho wie wern", verkündigte Frischholz. Gemeinsam wurde anschließend das Ereignis im Feuerwehrhaus Tröbes gebührend gefeiert.
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