Musikertalente aus der ganzen Familie

Erst seit einigen Wochen gibt es die Früherziehungsgruppe der Kreismusikschule unter der Leitung von Romana Beer. Bild: wg

Jingle Bells oder Amazing Grace gehören zum Repertoire des Musikvereins. Und selbst der Nachwuchs kann nach wenigen Monaten schon eine beeindruckende Fertigkeit an den Instrumenten vorweisen.

Teelichter vor den Fenstern, Plätzchen, Lebkuchen und Dominosteine auf den Weihnachtstellern und jede Menge besinnliche Musik. Das wurde den rund 270 Besuchern der Weihnachtsfeier des Musikvereins der Großkonreuther Blasmusik am Samstag im St. Martinsheim geboten. Ihren ersten großen Auftritt hatten dabei die Nachwuchsmusiker der Bläserklasse 1, die gerade mal seit Juni zusammen spielt.

Dirigent Markus Werner freute sich, die vielen Besucher aus dem ganzen Landkreis zu der zweiten Weihnachtsfeier des Musikvereins in dieser Größenordnung im St. Martinsheim willkommen zu heißen. Den Zuhörern wurde viel geboten, von bekannten Weihnachtsliedern über leicht konzertante Spielweisen bis hin zu "fetzigen Werken" der Weihnachtszeit. Die Bläserklasse 1 (Anfänger) präsentierte Weihnachtslieder wie "Morgen kommt der Weihnachtsmann", "Jingle Bells" oder "Leise rieselt der Schnee". Als Ausbilder freute sich Markus Werner besonders, dass auch diese neue Bläserklasse aus Jung und Alt besteht, sogar "fast ganze Familien" sind unter den Musikern zu finden. Erstmals sind auch zwei Fagottspielerinnen, eine Erwachsene und ein Kind, bei dieser Bläserklasse. "Das hatten wir bisher noch nie", betonte Werner.

Mit Flöte und Waldhorn

Alle Register waren besetzt: Flöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Waldhorn, Tenorhorn, Posaune, Fagott, Tuba - und als Soloregister Maximilian Sladky am Schlagzeug. Unterstützt wurden die Nachwuchsmusiker bei diesem Auftritt von ihren Ausbildern. Zwei neue Musiker spielen Saxophon, zwei haben die Flöte für sich erwählt, Andrea Keller und Ronja Göhl haben sich für das Fagott entschieden. Bei den Tenorhörnern wurden extra kleinere Hörner angefertigt, damit David Zahn und Maria Kraus darauf spielen können.

Weiter ging es mit der Bläserklasse 2 (Fortgeschrittene). Sie hatte 2014 ihr Debüt und spielt aktuell 1,5 Jahre zusammen. Letztes Jahr hatten sie Weihnachtslieder im Repertoire, dieses Jahr stand für sie das konzertante Spiel voll und ganz im Vordergrund. Bei den verschiedenen Stücken musste jedes Register seine Stimme beherrschen und durfte sich nicht von den anderen aus dem Konzept bringen lassen. Es wurde unter anderem "Amazing Grace" oder "Royal Fireworks" gespielt.

"Die Auftritte sollen die Musiker voran bringen und Bühnenerfahrung sammeln lassen", so Markus Werner. Er bedankte sich herzlich bei den anderen Ausbildern, die alle ehrenamtlich mitarbeiten. Allein heuer kamen 30 neue Musiker zum Unterricht. Eine Herausforderung, die er alleine nicht mehr meistern kann, da es ja neben den Bläserklassen 1 und 2 auch noch das Jugendorchester gibt und die Stammkapelle der Großkonreuther Blasmusik. Den letzten Teil des Abends bildete das Jugendorchester. Es setzt sich vorwiegend aus fortgeschrittenen Spielern zusammen, die schon Leistungsabzeichen gemacht haben. Hier erklangen Werke aus der Weihnachtszeit wie "Rudolph the red noised reindeer" oder "Last Christmas".

Früherziehungsklasse

Neu in diesem Jahr war der Auftritt der Früherziehungsgruppe der Kreismusikschule unter Leitung von Romana Beer. Die Gruppe hat gerade erst vor einigen Wochen begonnen und präsentierte beim ersten großen Auftritt "Mick Mack Mulinack". Die Früherziehung soll die Einheit vor der Bläserklasse darstellen, damit der Einstieg ins instrumentale Musizieren leichter fällt. Hierzu versucht der Musikverein erstmals eine Kooperation mit der Musikschule, erläuterte Markus Werner. Er warb wie immer um Spenden für die Ausbildung der Kinder und das Ehrenamt, das dahinter steckt. Beworben wurde außerdem eine neue Bläserklasse für das Jahr 2016. Wer Interesse hat, kann sich ab sofort anmelden, "auch gerne Erwachsene".

Ein Höhepunkt des Abends war der Besuch des Heiligen Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht. Der Nikolaus war voll des Lobes über die fast 100 Musiker, die an diesem Abend auftraten. Für alle Instrumentalisten hatte er deshalb einen Schoko-Nikolaus mitgebracht und auch die Kinder im Saal wurden vom Heiligen Mann beschenkt. Ein besonderer Dank galt Markus Werner, der "tagein, tagaus in Sachen Musik unterwegs ist". Auch die Ausbilder seien immer sehr fleißig und "arbeiten oft in Doppelschicht". Ein letzter Dank galt den Eltern, die für ihre Kinder stets unterstützen.
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