Mutter und Kind bei Unwetter in der Schweiz ertrunken - Situation in Tirol angespannt
Sintflut in den Nachbarländern

Im Tiroler Dorf See haben Schlamm- und Gerölllawinen Straßen unbrauchbar gemacht und Häuser massiv beschädigt. Bild: dpa
Bei schweren Unwettern in der Schweiz sind eine 32-jährige Frau und ihre fünfjährige Tochter ums Leben gekommen. Die beiden ertranken am Sonntagabend in Dierikon (Kanton Luzern) nach heftigen Überschwemmungen im Untergeschoss ihres Hauses, wie die Polizei am Montag mitteilte. Bei den Unwettern entstanden Millionenschäden. Von Gewittern und schweren Regenfällen, die vielerorts zu Überflutungen führten, waren auch Bern und Zürich sowie die umliegenden Regionen betroffen. Besonders schwer habe es die nahe dem Vierwaldstättersee zwischen Luzern und Zug gelegene Gemeinde Dierikon getroffen, berichtete der Sender SRF. Ganze Straßenzüge standen dort unter Wasser. In dieser Gegend und weiteren Regionen der Schweiz traten Bäche und Flüsse über die Ufer. Mehrere Land- und Fernverkehrsstraßen wurden überspült und unbefahrbar. Zwischen Thun und Interlaken verschüttete ein Erdrutsch die Hauptstraße. Unter schweren Überschwemmungen litten auch die Kantone Nidwalden und Obwalden.

Schwere Unwetter haben auch im Westen Österreichs erhebliche Schäden angerichtet. Betroffen waren vor allem das Sellraintal bei Innsbruck in Tirol sowie der Bezirk Landeck, wie die Landesregierung mitteilte. Im Sellraintal gingen Dutzende Muren ab und Bäche verwandelten sich in reißende Flüsse. Straßen wurden teils weggerissen, Häuser überflutet. Mehr als 100 Menschen mussten hier und andernorts vorübergehend in Sicherheit gebracht werden. Auch die Hubschrauber, die zur Sicherung des G7-Gipfels in der Region stationiert waren, wurden zur Hilfe eingesetzt.
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