Nach 70 Jahren fahren wieder Reisezüge von Selb nach Tschechien
Wiederbelebung der Strecke

Symbolbild: Hartl
Selb. (dpa) Die Planungen zur Wiederbelebung der vor 70 Jahren stillgelegten Zugverbindung zwischen Selb und Asch in Tschechien stehen kurz vor dem Abschluss. Ende des Jahres sollen Züge vom oberfränkischen Selb ins benachbarte Asch und dann weiter nach Cheb (Eger) rollen. Wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft mitteilte, soll das Unternehmen Vogtlandbahn den Zuschlag für die Strecke erhalten. Partner auf tschechischer Seite ist die Staatsbahn Ceské dráhy (CD).

Ab 1945 hatte der Eiserne Vorhang jahrhundertelange Verbindungen zwischen Oberfranken und dem Egerland blockiert. Der Grenzübergang Selb-Asch war am 1. Juli 1990 wieder für den Autoverkehr, für Fußgänger und Radfahrer geöffnet worden. Die Inbetriebnahme der Strecke für Personenzüge sei vergleichbar mit der Öffnung der Grenze für den Straßenverkehr vor 25 Jahren, sagte Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann: «Ich freue mich, dass die Regionen diesseits und jenseits der Grenze in diesem Jahr noch enger zusammenwachsen werden.»

Alle zwei Stunden sollen künftig Züge zwischen Hof und Eger verkehren. Reisende aus Oberfranken haben dann Anschlüsse nach Prag, Karlsbad oder Pilsen, können aber auch via Eger und Marktredwitz nach Regensburg oder Nürnberg fahren.
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