Nach Erdbeben steigt Zahl der Toten auf zwölf
Chile räumt auf

Nach dem heftigen Erdbeben in Chile ist die Zahl der Toten auf zwölf gestiegen. Fünf Menschen würden noch vermisst, teilte Innenminister Jorge Burgos am Donnerstagabend (Ortszeit) in Santiago mit. Rettungsteams suchten nach ihnen. Zudem seien rund 40 000 Haushalte weiter ohne Strom. In der Region Salamanca könnte es noch zwei Tage dauern, bis es wieder in allen Häusern Wasser gibt.

Es war das sechststärkste Erdbeben in der Geschichte Chiles. Für die besonders betroffene Region Coquimbo rief Präsidentin Michelle Bachelet den Katastrophenfall aus. "Wir haben schwere Schäden an Gebäuden und Schiffen", sagte der Bürgermeister von Coquimbo, Cristián Galleguillos im Radiosender Cooperativa. Nach dem Beben der Stärke 8,4 war die Hafenstadt am Mittwochabend von über vier Meter hohen Tsunamiwellen getroffen worden. "Seit 1923 hatten wir keine Überschwemmungen mehr bis ins Stadtzentrum", sagte Galleguillos. Die Behörden brachten rund eine Million Einwohner vor dem Tsunami in Sicherheit.

Das Militär schickte Soldaten, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Das Land ist bereits von mehr als 100 Nachbeben erschüttert worden, einige davon mit einer Stärke von mehr als 6 auf der Richter-Skala.
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