Nach Gottesdienst Kirchenkaffee mit Glaubensgesprächen
Gedanken über Zukunft der Kirche

Die Pfarrei Plößberg hatte am Sonntag in ihre Filialkirche in Schönkirch zum Kirchenkaffee mit Glaubensgespräch eingeladen. Den Gottesdienst zelebrierten Pfarrer Edward und der Landvolkpfarrer Christian Kalis aus Regensburg. In der Predigt teilte er verschiedene Erfahrungen aus Gesprächen mit Jugendlichen und Familien aus Stadt und Land mit. "In einer Pfarrei in Regensburg stehen beispielsweise am Sonntagmorgen keine Ministranten am Altar, in Schönkirch sind mehr als 15 dabei."

Nach dem Segen bat der Landvolkpfarrer die Gemeinde sich mit Kaffee und Kuchen zu stärken, um danach im beheizten Pavillon über aktuelle Probleme der katholischen Kirche zu diskutieren. Die Frauen des Frauenbundes boten eine Vielfalt an Kuchen an. Zu Beginn verteilten der Bildungsreferent Klaus Hirn vom KLB und der Landvolkpfarrer Karten mit der offenen Aussage "Kirche hat Zukunft ..." eine Broschüre an alle Anwesenden. Daraus entwickelte sich eine Diskussion zu verschiedenen Themen. Von Anfang an der Grundschule bis hin zur Kommunion sollten die Ortsgeistlichen selbst tätig sein, um die Kinder kennenzulernen und vom Glauben überzeugen zu können, so die einhellige Meinung der Eltern. Die Geistlichen entgegneten dem, dass der Staat eine zweijährige pädagogische Ausbildung vorschreibt, die unsere ausländischen Priester häufig davon abhält, selbst zu unterrichten.

Im jugendlichen Alter verkomme die Kirche immer mehr zu einer "Event-Kirche", die nur durch Aktivitäten wie Romwallfahrt oder Weltjugendtag auffällt. Viele Eltern stellten sich auch die Frage, ob es besser ist, die Kinder in diesem Alter in die Kirche zu treiben oder es ihnen freizustellen, worauf es natürlich keine eindeutige Antwort gibt.

Auch wenn auf die anfängliche Frage keine abschließende Antwort gegeben werden konnte, machten sich alle Anwesenden intensiv Gedanken über die aktuelle Situation der Kirche. Für diese gelungene Veranstaltung bedankte sich der PGR-Sprecher Florian Trißl bei allen Organisatoren und Teilnehmern.
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