Nach Hause

Jahrelang kannten sie nur Gitterstäbe: Jetzt schickt Thailand 14 Orang-Utans zurück in ihre indonesische Heimat - und damit in die Freiheit. Viele Artgenossen leben aber weiter unter unwürdigen Bedingungen.

Der Dschungel ruft: 14 illegal nach Thailand eingeführte Orang-Utans treten nach jahrelanger Wartezeit die Heimreise in den Regenwald von Indonesien an. Der Transport solle in der Nacht stattfinden, um die Tiere nicht unnötig aufzuregen, wie die Zeitung "Bangkok Post" am Mittwoch berichtete. Von der Hauptstadt Bangkok aus würden die Käfige mit eine Flugzeug nach Kalimantan - den indonesischen Teil der Insel Borneo - gebracht. Heute sollten sie dort ankommen. Zunächst sollen sie auf der Insel Java vier Wochen lang in Quarantäne bleiben, bevor sie in einem Rehabilitationszentrum für Orang-Utans wieder lernen sollen, sich in der Wildnis zurechtzufinden. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass die Tiere nach so langer Gefangenschaft je wieder frei im Regenwald überleben könnten.

Die Menschenaffen seien bereits vor Jahren in Privatzoos im Süden Thailands beschlagnahmt worden, teilte die Tierschutzorganisation "Wildlife Friends Foundation Thailand" (WFFT) mit. Jedoch hätten die Aktivisten die Behörden erst jetzt davon überzeugen können, die vom Aussterben bedrohten Primaten nach Hause zu schicken. In Thailand werden sie oft nicht nur in Privatzoos unter unwürdigen Bedingungen gehalten, sondern auch für brutale Show-Boxkämpfe missbraucht.
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