Nach Klinik-Aufenthalt in Bayreuth Wirbel um Gesundheitszustand
Seehofer: Fels in der Brandung

(dpa/we) Nach seiner Absage eines Staatsempfangs in Bayreuth hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) Gerüchte über eine angeblich angeschlagene Gesundheit dementiert. "Ich übe mein Amt als Ministerpräsident mit großer Gewissenhaftigkeit aus - und alles andere würde ich der Bevölkerung mitteilen, wenn es von Belang wäre", sagte Seehofer in München und betonte: "Es gibt aber nichts von Belang. Punkt." Seehofer hatte zuvor den serbischen Ministerpräsidenten empfangen. Am Dienstag informierte er nach der Kabinettssitzung auch die Presse.

Seehofer hatte am Samstagabend die Neuinszenierung der etwa vierstündigen Oper "Tristan und Isolde" bei den Richard-Wagner-Festspielen in Bayreuth verfolgt. Den anschließenden Staatsempfang musste er dann aber aus gesundheitlichen Gründen absagen. "Es ging ihm nicht so gut. Deshalb konnte er nicht an dem Empfang teilnehmen", teilte eine Sprecherin der Staatskanzlei am Sonntag in München mit. Tatsächlich ließ sich Seehofer in einem Krankenhaus untersuchen, wo er vorsorglich auch die Nacht verbrachte. Entsprechende Berichte des "Nordbayerischen Kurier" und des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" wurden am Montagabend bestätigt. Den Berichten zufolge wurde er mit einem Rettungswagen dorthin gebracht.

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer äußerte sich am Mittwoch gegenüber unserer Zeitung zu Seehofers Gesundheitszustand: "Der römische Philosoph Marc Aurel würde über ihn sagen: Er ist wie ein Fels, an dem sich beständig die Wellen brechen. Er bleibt stehen, und rings um ihn legen sich die angeschwollenen Gewässer."

2002 war Seehofer an einer lebensgefährlichen Herzmuskelentzündung erkrankt. Seither ist bekannt, dass der CSU-Chef sehr auf seine Gesundheit achtet und regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen geht.
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