Nach Kritik an Barack Obamas Töchtern: Sprecherin von US-Politiker tritt ab
Genervt mit kurzen Röcken

Sasha (links) und Malia Obama mussten wie jedes Jahr bei der "Begnadigung" zweier Truthähne zusehen - und waren wenig begeistert. Die Sprecherin eines republikanischen Abgeordneten kritisierte sie deshalb scharf. Bild: dpa
Die Sprecherin des US-Kongressabgeordneten Lee Fincher aus Tennessee tritt nach abschätzigen Kommentaren über die Töchter von Präsident Barack Obama zurück. Elizabeth Lauten habe sich am Montag entschieden, ihren Posten aufzugeben, berichteten die "Washington Post" und der TV-Sender NBC übereinstimmend. Zuvor hatten Tausende in sozialen Netzwerken ihre Entlassung gefordert.

"Respektiert eure Rolle"

Lauten hatte den Auftritt der Geschwister Sasha (13) und Malia Obama (16) an der Seite ihres Vaters bei der traditionellen Begnadigung zweier Thanksgiving-Truthähne mit scharfen Worten kritisiert. "Versucht, ein wenig Klasse zu zeigen", schrieb sie am Freitag in einem Beitrag auf ihrer Facebook-Seite.

Elizabeth Lauten nahm den nach ihrer Ansicht genervt-gelangweilten Gesichtsausdruck der Teenager im Weißen Haus zum Anlass für ihre schriftliche Schimpftirade. Die Zeremonie ist ein humorvoller Brauch, über den Obama sich selbst immer lustig macht. Sasha und Malia müssen dem beliebten Pressetermin stets beiwohnen - glücklich sahen sie dabei in den vergangenen Jahren allerdings selten aus.

"Respektiert wenigstens eure Rolle", forderte Lauten. Auch, dass die Mädchen kurze Röcke trugen, gefiel ihr nicht. "Zieht euch an, als würdet ihr Respekt verdienen, nicht einen Platz in der Kneipe." Nach immenser Empörung im Internet entschuldigte sich Lauten. "Ich habe die jungen Ladys schnell in einer Weise bewertet, in der ich als Teenager niemals selbst hätte bewertet werden wollen", schrieb sie. Sie habe letztlich eingesehen, dass ihre Worte verletzend gewesen seien.
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