Nachbarschaft fördern

Bayern und Tschechien sollen stärker zusammenwachsen - dafür gibt es ein europäisches Entwicklungsprogramm. In Regensburg gab es am Freitag dafür den Startschuss. Es geht um Millionen Fördermittel.

Die deutsch-tschechische Fußballschule, das Kompetenzzentrum zwischen Universität Regensburg und Wirtschaftsuniversität Prag und der Geschichtspark Bärnau-Tachov - das sind alles Projekte die Bayern und Tschechien gemeinsam realisierten.

Um diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch in Zukunft zu gewährleisten bekam das Interreg Programm "Ziel ETZ 2014 - 2020" Bayern-Tschechien weitere 103,4 Millionen Euro zugesprochen. "Ziel ETZ 2014 - 2020" ist Teil des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und unterstützt die grenzübergreifende Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien. Beide Regionen sollen Herausforderungen zusammen bewältigen und einen gemeinsamen Lebens-, Natur,- und Wirtschaftsraum schaffen. "Dem übergeordneten Ziel, dass Europa sozial, wirtschaftlich und räumlich zusammenwächst, kommen wir heute wieder einen Schritt näher", betonte Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer.

Geld für 300 Projekte

Er gab in Regensburg gemeinsam mit dem Vize-Minister für Regionalentwicklung der Tschechischen Republik, Zdenek Semorád, und dem Senior Adviser der Generaldirektion für Regionalpolitik der Europäischen Kommission, Wolfgang Streitenberger, den Startschuss für die neue Förderperiode 2014 bis 2020. Seit 2007 sind rund 115 Millionen Euro EFRE-Mittel in das Interreg-Programm Bayern - Tschechien geflossen. Damit konnten über 300 Projekte eingeplant werden. Semorád betonte, es sei wichtig, Grenzen nicht als Barrieren, sondern als Herausforderungen zu sehen. "Eine Herausforderung für gegenseitiges Kennenlernen, Entdecken und Lernen."

Tourismus als Chance

Gerade im Kultur- und Tourismusbereich sieht Wirtschaftsstaatssekretär Pschierer außerdem eine weitere Möglichkeit der Grenzregion. Touristen zum Beispiel aus Übersee würden die territorialen Grenzen ganz anders wahrnehmen als Einheimische. "Sie nehmen mehr den Donau-Moldau-Raum wahr, als die einzelnen Länder. Sie wollen vor allem verschiedene Länder bereisen", erklärte er. Dies sei eine Chance für Bayern und Tschechien.
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