Nachfolger barockelnder Glaskünstler

Vom Exkurs in die Geschichte des Barock spannte Karin Rühl den Bogen zu der Ausstellung und ihren Künstlern in Theuern: "Natürlich sind die Techniken der heute hier ausgestellten Werke viel variantenreicher als der barockelnde Umgang der Glasmacher mit der heißen Glasmasse."

Heute sei nicht die Handelsware im Kleinen der Antrieb - vielmehr spielten Zeitgeist, Persönlichkeit, Herkunft, Lebensweg, die künstlerische Ambition und nicht zuletzt die immense Bandbreite an technischen Möglichkeiten im Kalt- und Heißglasbereich die tragende Rolle. Mit Glas aus Bayern, so wie es sich heute präsentiert, "ist mit dem Titel der Ausstellung ,Barocke Lust, Leben und Tod' ganz und gar schlüssig umgegangen", glaubt Rühl.

Die in Theuern vertretenen Künstler seien die rechtmäßigen Nachfahren der barockelnden Glasmacher von damals. "Die künstlerische Ausdruckskraft wird bei jedem individuell, bei jedem anders gebündelt. Und doch tragen sie alle den Funken der grenzenlosen Energie eines barockelnden Glasmachers in sich, auch wenn sie sich natürlich aller bekannten Techniken, der heißen und der kalten, bedienen, um ihre Werke unverwechselbar zu machen."(e)
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