Nackt-Scanner

Nackt-Scanner Allein das Wort sorgt für Emotionen: Nacktscanner. Einer davon soll im nächsten Jahr in Nürnberg am Flughafen die Passagiere "ausziehen". Wahrscheinlich kommt das Modell "ProVision" des US-Rüstungskonzerns L3 zum Einsatz. Rund 175 000 Euro kostet das Gerät, das laut Strahlenexperte Torsten May auf Millimeterwellen- statt auf Röntgenstrahlung setzt: "Ein Sender verschickt Wellen, der Körper reflektiert sie, das Echo wird ausgewertet. Der Scan dauert keine zwei Sekunden, Jacken oder
Allein das Wort sorgt für Emotionen: Nacktscanner. Einer davon soll im nächsten Jahr in Nürnberg am Flughafen die Passagiere "ausziehen". Wahrscheinlich kommt das Modell "ProVision" des US-Rüstungskonzerns L3 zum Einsatz. Rund 175 000 Euro kostet das Gerät, das laut Strahlenexperte Torsten May auf Millimeterwellen- statt auf Röntgenstrahlung setzt: "Ein Sender verschickt Wellen, der Körper reflektiert sie, das Echo wird ausgewertet. Der Scan dauert keine zwei Sekunden, Jacken oder Gürtel müssen nicht abgelegt werden. Gegenüber Ängsten, Kontrolleure am Sicherheits-Check könnten jedes Fettpölsterchen oder andere interessante Körperteile auf dem Monitor bewundern, gibt der Fachmann Entwarnung: "Das Scan-Ergebnis ist schematisch, also ziemlich unscharf." (gük)

Probe-Sanierung

Teile des Reichsparteitagsgeländes sind aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt. Die vor rund 80 Jahren fertig gestellte Anlage verfällt nämlich immer mehr. Dabei sollen Areal und Gebäude als geschichtlich authentischer "Lernort" für künftige Generationen erhalten bleiben. Mit Probearbeiten will man herausfinden, was die gesamte Sanierung kostet. Allein dieser Test verschlingt drei Millionen Euro. Die Bauteile sind vom Regen "vollständig durchfeuchtet", sagt Daniel Ulrich , Leiter des Baureferats. Für den Erhalt wird eine Belüftungsanlage eingebaut, die Luft in die Anlage bläst. Bis alles trocken ist, vergehen 40 bis 50 Jahre. Ernüchternd ist auch das Ziel der Aktion: Sie dient "nicht der Rekonstruktion, sondern dem Stopp des Verfalls", so Ulrich. (gük)

Bestattungs-Ärger

Auch Kämmerer haben Kummer, vor allem mit städtischen Dienststellen. Nehmen wir die Friedhofsverwaltung: Statt der erwarteten 561 000 Euro Plus rechnet Harald Riedel , oberster Kassenwart der Stadt, mit einem Verlust von gut einer Million. Dabei heißt es doch: Gestorben wird immer! Allerdings immer weniger. Die Zahl der Toten sei 2013 um drei Prozent gesunken. In Weißenburg wurde zudem ein neues Krematorium eröffnet, das den Umsatz um acht Prozent einbrechen ließ. Auch durch mehr Personal stiegen die Kosten. So gibt es laut Kämmerer nur zwei Lösungen, um die Kasse aufzustocken: Mehr Service für Bestattungsunternehmen und - natürlich - eine saftige Erhöhung der Gebühren. (gük)
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