Nato sorgt sich wegen russischer Kampfjets

Die Nato schlägt wegen außergewöhnlich umfangreicher Manöver der russischen Luftwaffe über den europäischen Meeren Alarm. Auch am Dienstag und Mittwoch flogen demnach Langstreckenbomber und Kampfjets im internationalem Luftraum über der Nord- und Ostsee, dem Schwarzen Meer und dem Atlantik. Zwei Bomber seien sogar bis westlich von Portugal und Großbritannien vorgedrungen.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg wies darauf hin, dass die Zahl der Nato-Jets im Luftraum der östlichen Alliierten verfünffacht wurde. Nach Nato-Angaben wurden in diesem Jahr bereits 100 Mal russische Flugzeuge von Nato-Jets im europäischen Luftraum eskortiert, dreimal so viel wie im vorigen Jahr. Die Nato kritisierte, die russischen Flugzeuge hätten teilweise weder Flugpläne übermittelt noch Funkkontakt mit der zivilen Flugsicherung gehalten. Zum Teil seien zudem die Transponder abgeschaltet gewesen, die den Fluglotsen wichtige Angaben zu einem Flugzeug übermitteln.

"Völlig legal"

Die Deutsche Flugsicherung betonte, diese Flüge seien "völlig legal" gewesen. Die Kampfjets hätten sich in internationalem Luftraum bewegt. Die Russen seien auch nicht verpflichtet, ihre Transponder einzuschalten oder einen Flugplan mitzuteilen. Für die Luftsicherung sei die Situation aber "nicht sehr schön", weil die Militärflugzeuge nicht unbedingt auf ihren Radargeräten sichtbar seien. Deswegen begleiteten in solchen Fällen oft Nato-Flugzeuge mit eingeschaltetem Transponder die Russen.(Seite 8)
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