Neue Obstverwertung in Haselmühl: Sonntag offene Türen
Ab Montag gibt's Saft

Mal sehen, wie die Saft-Ausbeute ausfällt. Am Obst- und Gartenbauverein Haselmühl wird es jedenfalls nicht liegen - er nimmt am Montag, 31. August, seine neue Obstverwertungsanlage an der Köferinger Straße in Betrieb (14 bis 18 Uhr). Vorher dürfen Interessierte aber alles genau anschauen - bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 30. August. Um 14 Uhr wird die Anlage offiziell eingeweiht, danach kann sie noch bis 18 Uhr besichtigt werden.

Das moderne Gerät ersetzt ein Vorgängermodell, das mindestens 50 Jahre auf dem Buckel hatte. Für die Vereinsmitglieder, die damit hantierten, bedeutete dies viel Hand- und damit Schwerstarbeit. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Künftig muss niemand mehr das angelieferte Obst von Hand waschen, sich mühsam bücken oder schwer heben - diese Abläufe sind dank moderner Technik automatisiert. Damit sei man nun "für die nächsten zwei Generationen gerüstet", freut sich Vorsitzender Josef Schindlbeck.

Das hat natürlich seinen Preis: Rund 25 000 Euro hat der Verein investiert, unterstützt durch einen Zuschuss der Gemeinde. Eine Ausgabe, die sich der OGV reiflich überlegt habe, wie Vorsitzender Josef Schindlbeck sagt. Ausschlaggebend sei letztlich gewesen, dass die Haselmühler Obstverwertung nach wie vor gut ausgelastet ist: Der Apfel- und Quittensaft, der hier hergestellt wird, sei gefragt. Dies hat laut Schindlbeck nicht zuletzt auch damit zu tun, dass es in der Region nicht mehr allzu viele Pressanlagen gibt: "Letztes Jahr hat Raigering zugemacht."

Beliebt sei der Haselmühler Saft auch, weil er klar ist - andernorts herrsche die naturtrübe Variante vor. Noch eine Besonderheit bietet der OGV, nämlich Saft aus eigenen Früchten. Üblich sei, dass die gesamte Anlieferung einfach verarbeitet wird - man also am Ende nicht seine eigene Ernte zurückbekommt. In Haselmühl ist dies aber möglich, vorausgesetzt, man bringt mindestens einen Zentner Früchte mit. Daraus entstehen 30 Liter Saft. In guten Jahren. Heuer könnte es weniger sein, schränkt Schindlbeck ein: Die lange Hitzeperiode und damit verbundene Trockenheit habe den Obstbäumen ziemlich zugesetzt, so dass die Ernte kleiner ausfallen und die Früchte nicht so viel Saft haben könnten.
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