Neue Pläne für Ärzteversorgung im ländlichen Raum

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns geht mit einer neuen Bedarfsplanung für Mediziner im ländliche Raum in die Verhandlungen mit den Krankenkassen. Michael Birnbaum von der Bezirksregierung präsentierte die Strategie am Donnerstag bei der Sitzung des Regionalen Planungsverbandes Oberpfalz Nord in Schwandorf. Vorgesehen ist die Teilung großflächiger Mittelbereiche, um eine wohnortnahe Versorgung mit Ärzten besser zu gewährleisten. Der Großteil der Verbandsmitglieder begrüßte die Pläne.

Der Vorteil der kleineren Unterbereiche sei eine bessere regionale Steuerung unter Berücksichtigung lokaler Besonderheiten, erläuterte Birnbaum. Vorgesehen ist unter anderem eine Teilung des Mittelbereiches Amberg in zwei Sektoren. Der Raum Schwandorf wird in Nabburg, Oberviechtach und Schwandorf aufgegliedert. Weiden wird in die Unterbereiche Grafenwöhr, Erbendorf, Weiden und Vohenstrauß aufgeteilt. Die Mindestgröße pro Region liegt bei 10 000 Einwohnern.

Der Verbandsvorsitzende und Neustädter Landrat Andreas Meier (CSU) begrüßte die Reform: "Eine kleinteilige Struktur ist auf jeden Fall besser." Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (SPD) gab aber zu bedenken: "Wir kennen ja den Streit mit den Krankenkassen, es geht immer nur ums Geld." Tirschenreuths Landrat Wolfgang Lippert (Freie Wähler) gehörte zu den drei Gegenstimmen. Er warnte, nicht zu sehr auf die räumliche Aufteilung zu schauen, sondern "auf den tatsächlichen Ärztebestand". (we)
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