Neue Software hilft Starphysiker Stephen Hawking und bald auch anderen Behinderten
Arbeiten allein mit der Mimik

Der britische Professor Stephen Hawking stellte am Dienstag in London seine mit dem Hersteller Intel entwickelte neue Kommunikationsplattform vor. Bild: dpa
Dank einer neuen Computer-Software kann der britische Physiker Stephen Hawking (72, "Eine kurze Geschichte der Zeit") schneller und einfacher kommunizieren. "Diese technische Entwicklung hat das Potenzial, das Leben von behinderten Menschen in aller Welt zu verbessern", sagte Hawking am Dienstag in London. "Sie macht es möglich, dass ich jeden Tag das tun kann, was ich liebe zu tun." Hawking ist an der Muskelkrankheit ALS erkrankt, die im Sommer durch die "Ice Bucket Challenge" Aufmerksamkeit erhielt, und seit Jahrzehnten nahezu bewegungsunfähig.

Das System basiert auf einem Infrarot-Sensor in der Brille des Wissenschaftlers. Mit Bewegungen seiner Gesichtsmuskulatur kann er Computerbefehle geben. Der Softwarehersteller Intel hat mit Hawking gemeinsam drei Jahre lang an der Entwicklung des neuen Systems gearbeitet. Die Firma will es im Januar als Open-Source kostenlos verfügbar machen. Einige Anwendungen, etwa das Öffnen von Dokumenten, kann der berühmte Wissenschaftler sogar bis zu 15 Mal schneller ausführen als bisher. "Dieses System verändert mein Leben - und ich hoffe, es wird mir die nächsten 20 Jahre gute Dienste erweisen", sagte Hawking.
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