Neue Verträge mit Eon unterzeichnet
Nur Ökostrom für die Stadt

Werner Prost, Leiter Vertrieb Geschäftskunden Ostbayern Eon Bayern, und OB Kurt Seggewiß (vorn, von links) unterzeichnen den Stromliefervertrag. Die Vorarbeiten leisteten Stadtkämmerin Cornelia Taubmann, Uta Willisch von der K&L Ingenieurgesellschaft für Energiewirtschaft sowie Stefan Rögner von der Stadtkämmerei (hinten, von links). Bild: Götz
Weiden. (wd) Die Stadt setzt ein Zeichen. Sie meint es mit der Energiewende ernst, übernimmt die Vorreiterrolle. Deshalb bestellt sie im neuen Stromliefervertrag ausschließlich Ökostrom. Die europaweite Ausschreibung gewann Eon Bayern. Von 2014 bis 2017 bezieht Weiden jährlich 7,7 Millionen Kilowattstunden vom bisherigen Partner, der sich gegen fünf Mitbewerber durchsetzen konnte.

Am Donnerstag unterzeichneten Diplom-Ingenieur Werner Prost (Leiter Vertrieb Geschäftskunden Ostbayern für Eon Bayern) und Oberbürgermeister Kurt Seggewiß die Verträge. Bei der Datenerhebung und der komplizierten europaweiten Ausschreibung bauten der Stadtrat, Stadtkämmerin Cornelia Taubmann sowie ihr Mitarbeiter Stefan Rögner auf die Dienste von Uta Willisch von der K&L Ingenieurgesellschaft für Energiewirtschaft aus Hockenheim. Bereits seit 32 Jahren berät K&L, ursprünglich auf Energieeinsparkkonzepte spezialisiert, neutral und unabhängig Kommunen in ganz Deutschland. Bereits seit Februar liefen die Vorbereitungen für die Ausschreibung, für die u.a. 200 Verbrauchsstellen bei der Stadt zu untersuchen waren. Die Straßenbeleuchtung ist übrigens nur eine dieser 200 Positionen.

Die Stadt Weiden gehöre mit ihrem Verbrauch zu den interessanten Partnern für Stromlieferanten, betonte Utal Willisch. Die Ausschreibung habe Eon "ganz klar" gewonnen.

Freude am neuen Vertrag

Eon habe "seine Freude" an diesem Vertrag, der dem Unternehmen aber auch einiges abverlange, sagte Werner Probst bei der Vertragsunterzeichnung. "Wir haben gewonnen, weil wir leistungsfähig sind." Stadt und Eon könnten nun ihre Partnerschaft fortsetzen und die Kontinuität in der Stromlieferung wahren.

Er würdigte die Ausschreibung als "zielgerichtet, sehr klar, sehr kompetent, professionell": "Man wusste genau, was die Stadt Weiden will." Probst unterstrich aber auch, dass eine Kommune als Kunde und ihr Verbrauch gut berechenbar sei - im Gegensatz etwa zu Gewerbekunden, deren Stromverbrauch starken Schwankungen unterworfen sei. Der Vertrag sei zudem flexibel genug gefasst, dass er für beide Seiten jeweils Minder- und Mehrverbräuche von 20 Prozent ermögliche, sagte der Vertriebsleiter. Seggewiß betonte, die Stadt profitiere durch die Ausschreibung vom Wettbewerb und von den fallenden Preisen an der Leipziger Strombörse.Ökostrom werde an der Strombörse teilweise günstiger als herkömmlicher Strom gehandelt. Durch den Bezug von Ökostrom entstehen der Stadt keine Mehrkosten.
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