Neue Zürcher
Pressestimmen

Die "Neue Zürcher Zeitung" kommentiert die Reaktion der EU auf die Flüchtlingskrise:

Nun muss die EU über eine diplomatische Offensive und über eine Aufstockung der Gelder für das Uno-Hochkommissariat für Flüchtlinge versuchen, Perspektiven in der Herkunftsregion zu schaffen. Die Europäer agieren in der Außenpolitik aber nur glaubwürdig, wenn sie den von ihnen propagierten Prinzipien wie Friedensförderung, Achtung der Grundfreiheiten und Kooperation bei ihrem Umgang mit der Flüchtlingskrise selber nachleben. Die seit Jahresbeginn rund 500 000 Asylsuchenden wären für die EU mit ihren 500 Millionen Einwohnern eigentlich zu bewältigen. Erst die Konzeptlosigkeit hat die Ankunft der Flüchtlinge zu einer derart dramatischen Krise gemacht.

Die Presse

Über den Flüchtlingsstrom schreibt die Wiener Tageszeitung:

Auf Dauer wird auch das großzügige Deutschland dem Flüchtlingsansturm nicht standhalten. Es kann vielleicht 800 000 Menschen aufnehmen, aber keine Millionen. ... Die Stimmung dreht sich, das Sommermärchen neigt sich dem Ende zu. ... Es gehört zu Merkels Mythos, dass sie als "Mater Europae" Probleme behutsam durchdenkt und dann umsichtig-souverän löst. Doch ihre Passivität macht manchmal Probleme nur größer. Man kennt das - aus der Griechenland-Krise.

Duma

Die sozialistische Oppositionszeitung in Bulgarien schreibt:

Warum greift die EU-Außenministerin Federica Mogherini ... ihren amerikanischen Kollegen (John) Kerry nicht wegen des Durcheinanders an, das seine Vorgänger und die Präsidenten, unter denen sie dienten, geschaffen haben, indem sie den Irak und Libyen bombardierten und die Opposition in Syrien bewaffneten? Zudem sollte Mogherini ihm andeuten, dass ein Teil des Flüchtlingsstroms zu den Küsten Amerikas geleitet werden kann.
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