Neues Gefängnis: Mehr Platz für Schleuser

Hohe Zäune, Stacheldraht: Der Neubau der Justizvollzugsanstalt in der Nähe von Augsburg wurde am Montag offiziell in Betrieb genommen. Vor allem durch festgenommene Schleuser ist der Platz in den bayerischen Gefängnissen knapp geworden. In Augsburg sind nun mehrere hundert Plätze dazugekommen. Archivbild: dpa
Das neu eröffnete Gefängnis im Kreis Augsburg soll die durch die vielen gefassten Schleuser verursachten Engpässe in den Haftanstalten lindern. In der schwäbischen Justizvollzugsanstalt (JVA), die am Montag offiziell in Betrieb ging, sind für 105 Millionen Euro 609 Plätze für Häftlinge errichtet worden. Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) sagte, dass seit Anfang der 90er Jahre die Zahl der Häftlinge massiv steige. Nach einem zwischenzeitlich leichten Rückgang müssten aktuell die vielen inhaftierten Schleuser untergebracht werden. "Mit einer baldigen Entspannung der Lage ist nicht zu rechnen", sagte Bausback.

Die JVA in Gablingen bei Augsburg hat eine lange Geschichte, die Planungen reichen rund vier Jahrzehnte zurück. Der neue Bau soll das Augsburger Gefängnis ersetzen, das veraltet und bislang auf zwei Standorte verteilt ist. Zudem bietet er mehr als doppelt so viele Haftplätze.
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