Neues Gesicht

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hat sich verändert. Der Delegat für Katechese im Päpstlichen Rat zur Förderung der Neuevangelisierung trägt jetzt Vollbart und eine neue Brille. Das neue Gesicht im Vatikan steht nun auch im offiziellen Mitarbeiterverzeichnis. Bild: KNA

Als Bischof von Limburg war er nicht nur wegen seiner Bautätigkeiten umstritten: Franz-Peter Tebartz-van Elst nahm seinen Hut und steht mittlerweile im Mitarbeiterverzeichnis des Vatikans. Auch äußerlich ist einiges neu an ihm.

Der frühere Limburger Oberhirte Tebartz-van Elst zeigt sich seit kurzem verändert - mit Vollbart und neuer Brille. In dem jetzt veröffentlichten "Päpstlichen Jahrbuch" ist er als "Delegat für Katechese" des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung aufgeführt. Sein Name steht unter dem des Sekretärs, des kolumbianischen Erzbischofs José Octavio Ruiz Arenas, der zweiter Mann der Behörde ist. Leiter ist der italienische Erzbischof Rino Fisichella.

Tebartz-van Elst war bereits im Dezember von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin auf diesen eigens für ihn geschaffenen Posten berufen worden. Dies geschah mit Billigung des Papstes. Offiziell mitgeteilt wurde die Personalie vom vatikanischen Presseamt nicht. Ende März hat Tebartz-van Elst seine Arbeit in Rom aufgenommen. Der Rat war 2010 von Papst Benedikt XVI. gegründet worden. Er soll neue Wege entwickeln, die christliche Botschaft in modernen Gesellschaften zu verkünden. Papst Franziskus hat die Behörde vor kurzem zusätzlich mit der Vorbereitung des im Dezember beginnenden außerordentlichen Heiligen Jahres beauftragt.

Tebartz-van Elst hatte im Oktober 2013 dem Papst seinen Rücktritt vom Amt des Limburger Bischofs angeboten. Neben einer von vielen als autoritär empfundenen Amtsführung hatten die deutschlandweite Empörungswelle um die Baukosten der Limburger Bischofsresidenz in Höhe von etwa 31 Millionen Euro und deren Verschleierung entscheidend zu diesem Schritt beigetragen.

Papst Franziskus nahm den Rücktritt am 26. März 2014 offiziell an. Bereits damals teilte der Vatikan mit, Tebartz-van Elst werde "zu gegebener Zeit mit einer anderen Aufgabe betraut werden". Im September hatte der Bischof Limburg verlassen und war zunächst in eine Privatwohnung in Regensburg gezogen. Nun ist er ein neues Gesicht im Vatikan.
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