Neues Zentrum für Kampf gegen Terrormiliz IS
Putin macht Tempo

Vor seiner mit Spannung erwarteten Rede vor den Vereinten Nationen heute hat der russische Präsident Wladimir Putin im Krieg gegen die Terrormiliz IS neue Fakten geschaffen. Russland, Syrien, der Irak und der Iran gründeten ein gemeinsames Informations- und Koordinierungzentrum in der irakischen Hauptstadt Bagdad. Russischen Agenturen zufolge kann die Einrichtung zur Abstimmung gemeinsamer Kampfeinsätze gegen den IS genutzt werden. Bagdad wird militärisch von den USA ausgerüstet, die den Ausbau der russischen Position in Syrien und im Irak mit Argwohn sehen. Russland habe die USA über seine Pläne vorab informiert, sagte Putin den US-TV-Sendern CBS und PBS. Er sehe darin eine Basis für eine koordinierte Zusammenarbeit. Er habe persönlich auch die Staatschefs der Türkei, Jordaniens und Saudi-Arabiens unterrichtet, ging aus vom Kreml veröffentlichten Auszügen hervor. Russlands Unterstützung für Syrien "beinhaltet derzeit die Lieferung von Waffen, die Ausbildung von Personal und humanitäre Hilfe". Zuletzt hatte Russland auch die Entsendung von Kampftruppen nicht ausgeschlossen. Die legitime Regierung in Damaskus habe Moskau um Unterstützung gebeten, und daher sei dies rechtmäßig, betonte Putin.
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