Nicht der große Wurf
Angemerkt

Die Neufahrner Gegenkurve verbessert die Anbindung Nordostbayerns an den Flughafen München. So die vereinfachte Aussage, die am Montag nach dem Spatenstich verbreitet wurde.

ICEs und Inter-Citys werden weiterhin nicht zum Airport fahren. Denn Fernverkehr gibt es zwischen Regensburg und München schon lange nicht mehr. So bleibt der Zug zum Flug bestenfalls eine aufgepeppte S-Bahn. Aber nicht mehr. Die Ursachen dafür liegen mehr als 30 Jahre zurück. Nach dem Bau des Flughafens hat man eine ordentliche Schienenanbindung immer wieder verschoben.

Eine richtige Lösung könnte so aussehen: Elektrifizierung der Strecke Regensburg-Hof, ein Durchgangsbahnhof am Flughafen - zum Beispiel durch eine "Zeitler-Kurve". Dann die Wiedereinführung von Inter-Citys oder Inter-Regios zwischen Hof und München mit Halt am Flughafen. Aber bis dahin bleibt die Neufahrner Gegenkurve, was sie ist: Eine Stärkung des Nahverkehrs im Münchener Raum. Und eine Beruhigungspille für Nordostbayern.

alexander.raedle@derneuetag.de
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