Nicht entspannt: Streit um Yoga

Yoga ist mehr als nur Dehnübungen, sagen die Fans. Es hält den Geist in einem friedvollen Zustand. Bild: dpa
Vor dem ersten Welt-Yoga-Tag am Sonntag ist in Indien ein Streit über bestimmte Praktiken entbrannt. Nach Protesten muslimischer Gruppen nahm die Regierung den beliebten "Sonnengruß" wegen seiner religiösen Konnotation aus dem öffentlichen Programm, wie indische Medien am Donnerstag berichteten. Das ebenfalls umstrittene "Om"-Mantra - eine hinduistische Gebetsformel - wird aber weiter Teil der öffentlichen Darbietungen sein. Etwa 100 000 Yoga-Camps wird es an dem Tag in Indien geben. Der indische Premierminister Narendra Modi hatte sich bei den Vereinten Nationen für den Welt-Yoga-Tag am 21. Juni eingesetzt. Allein in Indien sollen Hunderttausende Schüler, Soldaten und Beamte dann Yoga praktizieren. Der bekennende Anhänger der geistigen und körperlichen Übungen selbst wird auf einer Bühne in Neu-Delhi um die 45 000 Menschen zu Yoga anleiten. Mit dem Yoga-Tag will Modi die Praktiken, die im Westen sehr populär sind, stärker als Teil des nationalen Kulturerbes Indiens festschreiben. Seit Wochen müssen sich Verwaltungsangestellte kollektiv fit für den Anlass machen.
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