Nicht ohne Lebenslauf - So wird der Besuch bei einer Ausbildungs- und Karrieremesse zum Erfolg
Übers Gespräch zur Ausbildungsstelle

Sich innerhalb eines Tages bei verschiedenen Unternehmen vorstellen: Das geht auf Ausbildungs- und Karrieremessen. Wer bei den kurzen Gesprächen mit Personalern punkten will, muss jedoch vorbereitet sein. Viel Zeit bleibt für das Kennenlernen nicht.

Es gibt heute unzählige Möglichkeiten, sich über Unternehmen und ihre Angebote für Ausbildungsstellen zu informieren: Per Zeitung, Anruf oder Firmen-Homepage. "Aber nichts schlägt den Kontakt von Angesicht zu Angesicht", sagt Ruth Girmes vom Career Center der Uni Duisburg-Essen.

Auf Messen steht das persönliche Treffen im Vordergrund. "Der Personaler kriegt einen ersten Eindruck: Was ist das für ein Charakter? Und der potenzielle Mitarbeiter kann ahnen: Wie läuft es in der Firma?"

Viele Angebote unter einem Dach

Gerade für Studenten, die einen Job nach der Uni oder ein Praktikum suchen, bieten sich Karrieremessen an. Aber auch für Schüler, die einen Ausbildungsplatz brauchen, sind sie geeignet.

Generell gilt: Vor dem Besuch der Messe sollten Bewerber im Plan schauen, mit welchen Unternehmen sie sprechen möchten. "Dazu gehört auch eine Recherche im Netz zu den wichtigsten Daten der Firma", erklärt Barbara Clasen. Sie ist Leiterin des Career Service an einer Fachhochschule (FH).

Die Daten zu allen Unternehmen sammeln Messebesucher am besten in einer Mappe. In eine zweite Mappe packen sie für jedes Unternehmen einen kurzen Lebenslauf.

Für einen Tag sollten sich Besucher nicht zu viele Gespräche vornehmen. Zwei, allerhöchstens drei pro Stunde, raten Experten. Schließlich müssen sie von Stand zu Stand gehen und eventuell anstehen. Die Gespräche selbst dauern meist fünf bis zehn Minuten.

Das Outfit wählen Jobsuchende je nach Branche. Für Banken sollte ein Anzug oder Kleid zum Einsatz kommen, für Werbeagenturen darf es lockerer sein.

Zu Beginn des Gesprächs bieten Jobsuchende am besten direkt den Kurz-Lebenslauf an. So kann der Personaler später Rückfragen stellen. "Im Gespräch selbst muss ich deutlich machen, warum ich mich gerade für dieses Unternehmen interessiere", erzählt Beraterin Girmes. Dabei am besten den eigenen Lebenslauf und die vorher recherchierten Firmendaten verbinden. Läuft das Kennenlernen gut, sollten Besucher nachfragen: Welcher Termin passt für ein zweites Gespräch im Büro?

Notizen helfen weiter

Nach dem Gespräch machen sie sich am besten zu jeder Firma kurz Notizen. Wie motiviert wirken die Mitarbeiter? Für welchen Bereich suchen sie besonders dringend Leute? Dann haben Jobsuchende den Kopf freier für die folgenden Gespräche.

Dann kurz ausruhen, einen Schluck trinken - und auf ins nächste Gespräch. Am nächsten Tag ziehen sie dann am besten eine kurze Gesamtbilanz: Welche Firma hat mir gut gefallen? Welcher Personaler wollte sich noch einmal melden?

Dann schreiben sie die Bewerbungen für die Firmen, bei denen das Gespräch gut gelaufen ist. "Da sollte man im Motivationsschreiben Bezug auf das Messegespräch nehmen, vielleicht sogar einen dort erwähnten Punkt aufgreifen", rät Girmes. Wenn sich dann auch nochder Personaler positiv an einen erinnert, dann steht einem richtigen Bewerbungsgespräch nichts mehr im Weg. (hfz)
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