Niedrigste Werte seit 130 Jahren - Nun Schmuddelwetter
Mildester November

(dpa/tos) Zum Ende wurde es dann noch einmal richtig stürmisch: In der Nacht zu Montag zog ein schweres Unwetter über Deutschland. Dabei war der November extrem mild. Mit 7,5 Grad lag die Durchschnittstemperatur um 3,5 Grad über dem Mittelwert aus drei Jahrzehnten, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag mit. Noch nie seit Beginn der Messungen vor mehr als 130 Jahren in Deutschland war ein November so mild.

Für die Meteorologen beginnt heute der Winter - mit bis zu 15 Grad am Oberrhein ebenfalls zu warm. Im Rest der Republik zeigen die Thermometer voraussichtlich 8 bis 15 Grad. "Der Winter beginnt nach einer frostfreien Nacht etwa sieben Grad wärmer als im langjährigen Mittel", sagte Meteorologe Christoph Hartmann. Der anhaltende Dauerregen in der Mitte und dem Süden Deutschlands sowie starker Wind sorgen für Schmuddelwetter.

Starke Sturmböen haben dem Bayernwerk zufolge in der Nacht zum Montag bayernweit zu Stromausfällen geführt, die meisten gab es in Oberfranken und in der Oberpfalz. Laut dem Netzbetreiber fiel bei rund 1500 Haushalten in Vilseck und Freihung rund eine Stunde der Strom aus. Gegen halb sechs Uhr morgens kam es in Kemnath, Erbendorf und Pullenreuth zu einer Versorgungsunterbrechung. Davon waren rund 800 Haushalte betroffen. Die Spitzengeschwindigkeit der Winde von 133 Stundenkilometern wurde in List auf der Nordsee-Insel Sylt gemessen. Das entspricht Orkanstärke.
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