"Niklas" und sein kaltes Erbe
Hintergrund

"Sturmtief Niklas war der stärkste März-Sturm seit ,Emma' am 1. März 2008", sagt NT/AZ-Wetterexperte Andy Neumaier. "Von einem großen Orkan will ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen, aber dennoch hat sich der stürmische Geselle nicht lumpen lassen." Bundesweit seien im Flachland Böen in Windstärke 10 gemessen geworden, auch in der nördlichen Oberpfalz.

Begleitet von kräftigen Schauern, Graupel und örtlichen Gewittern fegten die Böen zum Beispiel mit 86 Kilometer pro Stunde über Weiden hinweg. In Kümmersbruck wurden 94 Kilometer pro Stunde gemessen, in Waldmünchen 104 Kilometer pro Stunde. Auf den Höhen von Steinwald und Oberpfälzer Wald blies Niklas mit voller Windstärke 12, also Orkanstärke, und satten 130 Kilometern pro Stunde durch die Gegend. Noch mehr Geschwindigkeit schaffte Niklas am Großen Arber im Bayrischen Wald mit über 150 Kilometern pro Stunde.

Nicht nur Schäden hat der Sturm hinterlassen, auch einen Wetterwechsel. Und dieses "Erbe" freut nicht jeden. "Wie viele heute feststellen können, ist es deutlich kälter geworden, und die Niederschläge sind teilweise in Schnee übergegangen. Heute geht's auch kunterbunt mit April-Schauerwetter weiter, und vielfach kommen zu vereinzelt kurzen Gewittern auch Graupel und Schneegestöber dazu", so Neumaier. Höchsttemperaturen zwischen 1 und 5 Grad bei ruppigem Wind, kündigt Neumaier an. Zeitweilig könne kräftiger Schnee bis auf 400 Meter herunter fallen. "Nachtfrost und Glätte begleiten uns auch noch durch den Gründonnerstag, dann wird's mit neuem Regen kurz wärmer, bevor am Karsamstag ein weiteres Tief Kaltluft und wieder Schneeschauer bringt." Eiersuche im Schnee? An diesem Osterfest wieder einmal durchaus im Bereich des Möglichen. (räd)
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