Nilgans breitet sich aus

Nilgänse kann man an ihrem dunklen Augenfleck und den relativ hohen Beinen erkennen. Archivbild: dpa
Die aus Nordafrika stammenden Nilgänse breiten sich bundesweit in immer mehr Gebieten aus. So gebe es in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bereits in mehr als einem Viertel der Reviere Brutvorkommen, meldete der Deutsche Jagdverband (DJV).

In Rheinland-Pfalz und Hessen brüteten die Vögel bereits in mehr als 15 Prozent der Reviere. Das geht aus den Zahlen des vom DJV betreuten Wild-Monitorings zur bundesweiten Erfassung ausgewählter Wildtierarten wie etwa Waschbär und Marderhund hervor. "Besonders deutlich ist die Zahl der Nilgänse in Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Hessen gestiegen", sagte DJV-Sprecher Torsten Reinwald.

Erkennbar sind die Nilgänse an ihrem dunklen Augenfleck und den relativ hohen Beinen. Auch gegenüber Menschen sind sie vergleichsweise aggressiv und verteidigen Uferbereiche und Flachwasser hartnäckig. Ob Nilgänse dabei jedoch heimische Tierarten verdrängen, ist unter Fachleuten umstritten. Seit dem 18. Jahrhundert werden sie als Ziergeflügel in Großbritannien gehalten. Erst seit den 1970er Jahren gelangten sie über die Niederlande auch nach Deutschland.
Weitere Beiträge zu den Themen: Nordrhein-Westfalen (2260)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.