Noch keine Einigung über Schlichtungsverfahren bei der Bahn - Ersatzfahrpläne stehen - ...
ADAC befürchtet "heftiges Wochenende"

Trotz Vermittlungsversuchen bis zur letzten Minute haben die Lokführer bei der Deutschen Bahn ihre neunte Streikrunde begonnen. Betroffen war am Dienstag zunächst nur der Güterverkehr, die Personenzüge sollten ab heute früh um 2 Uhr ebenfalls bestreikt werden. Das Ende des Arbeitskampfes hat die Gewerkschaft bewusst offen gelassen und will es erst 48 Stunden vorher bekanntgeben. Die Streikwelle soll nach Ankündigungen der GDL über Pfingsten laufen. Mit einem neuen Ansatz haben Bahn und GDL bei einem Geheimtreffen in Frankfurt die rechtlichen Bedingungen einer Schlichtung ausgelotet. Über Ergebnisse der andauernden Gespräche wurde bis zum Abend nichts bekannt. Als unabhängige Instanz nahm der frühere Richter am Bundesarbeitsgericht, Klaus Bepler, teil. Als damaliger Vorsitzender des vierten BAG-Senats hat er die geänderte Rechtsprechung zur möglichen Tarifpluralität im Jahr 2010 entscheidend geprägt. Wegen des Streiks hat die Deutsche Bahn wieder Ersatzfahrpläne aufgestellt. Wie bei den früheren Ausständen will die DB während des Streiks etwa ein Drittel der Fernzüge fahren. Bei den Regionalzügen erwartet die Bahn, dass je nach Region 15 bis 60 Prozent der üblichen Zahl unterwegs sein werden. Im Güterverkehr sollen etwa 70 Prozent der Züge rollen. Sollten die angekündigten Bahnstreiks bis zum Pfingstwochenende dauern, müssen die Reisenden laut ADAC "viel, viel Geduld mitbringen". Der Autoclub rechnet auf vielen Straßen in Deutschland ohnehin mit Staus und Wartezeiten; kommt der Bahnstillstand hinzu, wird es "heftig werden", sagte ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. (Kommentar und Seite 19)
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