Notsignal von Schlepper-Schiff löst Großalarm aus
Schleuser am Werk

Ein Notsignal von einem Frachter mit mehr als 600 Migranten an Bord hat am Dienstag einen umfangreichen Einsatz der griechischen Kriegsmarine ausgelöst. Mehrere Schnellboote der Marine wurden entsandt, ein Hubschrauber überflog den Frachter "Blue Sky M" westlich der griechischen Insel Korfu und nahm Kontakt mit dem Kapitän auf. Dieser gab jedoch an, das Schiff sei nicht in Seenot. Es wird vermutet, dass Menschenschlepper Migranten aus Westgriechenland abgeholt haben, um sie nach Italien zu bringen.

Bei einem neuen Massenansturm von Flüchtlingen auf Melilla sind unterdessen Dutzende Afrikaner in die spanische Nordafrika-Exklave gelangt. Mindestens 102 Menschen hätten am Dienstag vom Gebiet Marokkos aus die sechs Meter hohen Grenzzäune überklettert, teilte die Vertretung der spanischen Regierung mit. Die Zahl der Migranten, die illegal nach Melilla gelangten, sei damit 2014 auf 2200 gestiegen.

Weil allein in diesem Jahr etwa 3500 Menschen bei ihrer Flucht über das Mittelmeer ertranken, hat sich der Präsident des Bundesamtes für Migration, Manfred Schmidt, für Flüchtlingszentren der Europäischen Union in Nordafrika ausgesprochen.
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