NS-Dokuzentrum eröffnet am 70. Jahrestag der Befreiung
Gegen das Vergessen

US-Generalkonsul Bill Moeller (Zweiter von links) und Gründungsdirektor Winfried Nerdinger unterhalten sich auf ihrem Weg vom NS-Dokumentationszentrum zum Festsaal in München. Bild: dpa
Lernen und Erinnern wider das Vergessen: Genau an der Stelle der früheren NSDAP-Parteizentrale ist am Donnerstag das Münchener NS-Dokumentationszentrum eröffnet worden. Seit 1. Mai ist es auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Ausstellung lasse nachvollziehen, "wie eine weltoffene Kulturmetropole sich zu einem Sammelbecken antisemitischer und nationalistischer Kräfte entwickeln konnte, wie aus gewöhnlichen Menschen Vollstrecker einer menschenverachtenden Ideologie werden konnten", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bei dem Festakt am 70. Jahrestag der Befreiung Münchens durch die US-Armee. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte, München habe einen besonderen Auftrag, weil es wie keine andere deutsche Stadt mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus verbunden sei. "Freiheit und Demokratie brauchen Erinnerung", sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

An dem Festakt nahmen US-Veteranen von damals teil, ebenso Holocaust-Überlebende, unter ihnen die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch. Gründungsdirekter Winfried Nerdinger sagte, die Stadt stelle sich nun "ihrer zerlumpten Vergangenheit."
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